Advertisement

05.07.2011 - Aberdeen Diary Schottland, die Wiege des Golf

Rund fünfzig Millionen Menschen spielen Golf auf etwa 30.000 Plätzen. Nur eine kleine Anzahl der Plätze, weniger als ein Prozent oder 300 Plätze, sind sogenannte „Links“. Diese Golfplätze haben einige charakteristische Merkmale. Sie liegen alle in der Dünenlandschaft, die das Meer mit dem fruchtbaren Ackerland verbindet, quasi verlinkt. Man konnte dort weder etwas anbauen noch gab es dort genug Gras für Tiere, das Land war nutzlos. Zum Glück kamen dann ein paar findige Menschen auf die Idee, dort die ersten Golfplätze anzulegen und bescherten uns unseren geliebten Sport.

Gemeinhin wird Schottland als die Wiege des Golf angesehen, hier entstanden vor mehr als einhundertzwanzig Jahren die ersten Golfplätze. Besonders der „Old Course“ von St. Andrews ist berühmt, außer in Schottland findet man „Links“ vor allem auch in Irland und Nordirland sowie in England. In anderen Ländern gibt es wenig Golfplätze dieser Art, bestenfalls Versuche, die Originale zu kopieren, meist mit nicht weiter erwähnenswerten Ergebnissen. In Schottland kann sich allerdings fast jeder „Links“ sehen lassen.

Wir haben uns auf den Weg nach Aberdeen gemacht und möchten Ihnen diese Region gern vorstellen. Aberdeen liegt im Nordosten von Schottland, unweit der Küste. Die Küste ist hier oben schon besonders rau und zerklüftet, hier gibt es einige der attraktivsten „Links“ der Welt. Das Gelände ist so reizvoll, das auch der schottische Milliardär hier einen Platz bauen lässt, „Trump International Golf Links“ soll im nächsten Jahr eröffnet werden, und die Region freut sich schon auf Scharen von amerikanischen Golfern, die den Tourismus ankurbeln sollen. Auf einem Gelände von 500 Hektar entsteht ein Platz, der sicher seinen Reiz haben wird. Ob er mit den Traditionsplätzen der Umgebung mithalten kann, wird sich zeigen.

Wer nach Aberdeen kommt, benötigt zunächst einmal eine Unterkunft. Die Golfplätze sind in der Regel nur mit einem kleinen Klubhaus ausgestattet und haben keine Unterkünfte für Golfer. Ein erstklassiges Hotel ist das „Meldrum House“.

Seine Geschichte lässt sich bis in das 13. Jahrhundert zurück verfolgen. Vermutlich wurde es von einem Tempelritter erbaut, der seinen Namen von Philip de Fedarg zu „Meldrum“ änderte, diesen Namen trägt das Haus noch heute. 1628 wurden Reitställe gebaut, nach umfangreichen Renovierungsarbeiten in den letzten Jahren ist es sicher eines der besten Landhotels auf der britischen Insel. Es ist ein moderner Klassiker, ausgestattet mit allem modernen Komfort, ohne jedoch seine Wurzeln zu verleugnen. Großzügige Zimmer mit viel Schottenkaro sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre, moderne Betten mit feinen Matratzen sorgen für erholsamen Schlaf.

Im Kaminzimmer hinter der Rezeption fühlt es sich an, als sei dieser Raum schon seit Jahrzehnten nicht verändert, am lodernden Kaminfeuer am Abend nach dem Essen im ausgezeichneten Restaurant nach einen kräftigen schottischen Whisky, einfach herrlich. In Zimmer 3 soll es sogar spuken, die „Green Lady“ treibt ihr Unwesen. Eine Adlige, die sich in einen Stallburschen verliebte und von ihrer Sippe gemeuchelt wurde, ist der historische Hintergrund.

Das glauben Sie nicht? Dann buchen Sie doch einfach „Room Three“. Das Hotel hat sogar einen eigenen Golfplatz, keinen „Links“, sondern einen „Parkland Course“. Der ist privat, aber für Hotelgäste buchbar. Das „Meldrum House“ bietet aber auch ein hervorragendes „Golf Package“ an, das „Trio of Golf“. Dazu zählen neben dem hauseigenen Platz auch die beiden Linksplätze „Cruden Bay“ und „Murcar Links“.

Der „Cruden Bay Golf Club“ nimmt für sich in Anspruch, bereits 1791 einen Neun-Loch-Platz auf diesem Gelände gehabt zu haben, 1883 wurde der Platz in seiner heutigen Form gebaut. „Murcar Links Golf Club“ wurde 1909 gebaut, ebenfalls ein echter Test für Golfer, die es mit den Elementen aufnehmen möchten. Das „Trio of Golf“ werden wir in einzelnen Folgen noch ausdrücklich beschreiben, wer weitere Golfplätze kennen lernen will, kann über das „Meldrum House“ auch weitere berühmte und historische Plätze buchen. „Royal Aberdeen“, „King’s Links“ und weitere. Auch "Inverness" und "Castle Stuart", Austragungsort der "Scottish Open"  in diesem Jahr, sind in Reinweite. Doch wer „Cruden Bay“ und „Murcar“ einmal gespielt hat, sehnt sich nach einer zweiten Chance, diese Plätze zu spielen.

Man muss sie einmal absolviert haben, um sie zu verstehen. Ob man sie beim zweiten Mal bezwingt oder zumindest weniger Bälle verliert, hängt nicht nur vom Können und der eigenen Tagesform ab, sondern auch vom Wind, der hier schön kräftig blasen kann. Vom Winde verweht, das gilt so gut wie immer für einige Bälle. In Teil 2 des Tagebuches werden werden wir „Cruden Bay“ im Detail vorstellen, dann haben Sie schon einmal eine Vorstellung, was Sie erwartet.

http://www.meldrumhouse.com

Leserkommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare verfasst.